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Warum es keinen weltweit gekrümmten Äther gibt.

"Müssten wir heutzutage vom Äther sprechen, so müssten wir jedem Bezugsystem seinen besonderen Äther zubilligen, ..." (Arnold Sommerfeld)

Dieses Minkowski-Diagramm enthält eine Kurve der Eigenzeiten im Verhältnis zum ruhenden System (A). Wenn also im System A 10 Sekunden vergangen sind, hat das System B eine Sekunde Eigenzeit. Welche Eigenzeit hat nun das System A vom System B aus "gesehen"*? Antwort: 1/10 Sekunden. Wie ist das möglich? Jede Gerade durch den Nullpunkt vertritt eine konstante Geschwindigkeit. Obwohl sich alle Objekte im Nullpunkt getroffen haben, kann man im jeweiligen System nur den Ausschnitt der anderen Systeme registrieren, wie die Zeitdehnung mit der Eigenzeit erlaubt. So ist es doch auch selbstverständlich, dass sich die Welt von jedem Punkt aus anders darstellt.

Kosmologisch wäre ein Modell die "Sinc-Kugel". Man stelle sich eine Oberfläche einer 4-dimensionalen Kugel vor. Vom Ausgangspunkt bis zum gegenüberliegenden Punkt der Kugel soll sich der Raum stetig bis auf null verkürzen, was die sinc-Funktion leistet. Der gegenüberliegende Punkt ist die Unendlichkeit. Die tatsächliche Entfernung liefert das Integral über den Kehrwert der Funktion. Wenn man aber einen anderen Ausgangspunkt nimmt, ändern sich alle relativen Maßstäbe. Maßstabsänderungen sind also vom Standpunkt abhängig. Ebenso muss ein realer Raum mit innerer Krümmung auch überall in der Welt vom Beobachtungspunkt abhängig sein. Einsteins ART ist damit nur eine spezielle Näherung vom Ausgangspunkt im maximalen Längenmaßstab eines Zentralsterns. Das gilt ebenso für Energien, leicht nachvollziehbar für kinetische Energie, und deshalb auch für Massen nach Einsteins Formel.

*Gesehen kann man das nicht optisch nur messtechnisch. Sonst müsste man die Eigenheiten des Lichts herausrechnen.

Ludwig Resch